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Anleitung zur Achtsamkeit durch Wohndesign

Unser Zuhause ist ein sicherer Ort, an den wir uns zurückziehen und den Alltagsstress hinter uns lassen. Aber dank endloser To-Do-Listen und vollen Terminkalendern wird es immer schwieriger, Zeit zum Loslassen zu finden – sogar zu Hause.

Deshalb ist es unglaublich wichtig, sich in Achtsamkeit zu üben und die Bedürfnisse von Körper und Geist wahrzunehmen. Dabei geht es nicht nur um Meditation, sondern vor allem auch um die kleinen Momente im Leben. Damit du dich mehr auf dich selbst konzentrieren kannst, zeigen wir dir, wie du Achtsamkeit durch das Einrichten deines Zuhauses üben kannst und empfehlen dir die besten Achtsamkeits-Apps, die dabei helfen, bewusster zu leben.

Außerdem haben wir uns Tipps geholt von Innenarchitektin Alice De Mey – die Teil des Designhaus von VICTORIA-MARIAist – und Lena-Marie zum Thema Farbgestaltung bei der Inneneinrichtung, insbesondere wie die richtige Farbe das Gesamtdesign eines Raums beeinflussen kann.

Warum Achtsamkeit?
Achtsamkeit durch Einrichten deines Zuhauses
Durch Entrümpeln zu mehr Achtsamkeit
Farben für ein achtsames Zuhause
Räume, die die Sinne ansprechen
Wie du Raum für Meditation in deinem Zuhause schaffst
Die besten Achtsamkeitsapps zum Ausprobieren

Warum Achtsamkeit?

Achtsamkeit bedeutet, dass wir voll und ganz präsent sind im Hier und Jetzt, ohne Ablenkungen. Wenn wir uns dessen bewusst sind, was wir körperlich über unsere Sinne und geistig über unsere Emotionen erleben, sind wir achtsam. Und sobald wir uns überfordert fühlen, hilft uns die Praxis der Achtsamkeit, einen Gang runterzufahren und die Ursachen für unseren Stress zu erkennen.

Warum also Achtsamkeit? Sie kann uns helfen, Spannungen und Ängste abzubauen, unser eigenes Wohlbefinden zu steigern und uns des Wohlbefindens anderer bewusster zu werden, unsere geistige Leistungsfähigkeit zu verbessern und Momente der Ruhe zu fördern.

Achtsamkeit ist einerseits ein Zustand, den wir erreichen, aber sie ist auch eine Praxis, die wir uns aneignen können. Je besser wir sie beherrschen, desto leichter können wir achtsam sein.

Es gibt viele Möglichkeiten der Praxis. Am bekanntesten sind Meditation und Entspannungstechniken, aber auch kleine achtsame Momente im Alltag können helfen. So können wir uns sammeln, bevor wir einen Anruf entgegennehmen, oder uns bewusst machen, warum wir etwas tun, bevor wir es tun.

Wir können unsere Achtsamkeit auch dadurch schulen, dass wir uns eine achtsame Umgebung schaffen. Wer Achtsamkeit zu Hause leben will, muss ein paar Grundsätze beim Einrichten beachten, die eine beruhigende und harmonische Atmosphäre schaffen. Immer häufiger werden Räume entsprechend eingerichtet. Ein Pinterest-Trendbericht zeigt, dass Pins zum Thema „Achtsamkeit“ in der Kategorie „Wohnkultur“ um 248 % gestiegen sind.

Doch was sind diese Grundsätze achtsamer Einrichtung und wie können wir sie in unserem Zuhause umsetzen? Hier lernst du vier verschiedene Möglichkeiten kennen, deine Inneneinrichtung achtsam zu gestalten, um Sinn, Glück und Ruhe zu bewirken.

Achtsamkeit durch Einrichten deines Zuhauses

Ein aufgeräumtes, sauberes Zimmer

Durch Entrümpeln zu mehr Achtsamkeit

Wie sagt man so schön: Ein aufgeräumtes Zuhause führt zu einem aufgeräumten Geist. Übermäßige Unordnung kann sich auf die mentale Gesundheit auswirken und Stress und Ängste verursachen, die man andernfalls nicht hätte. Außerdem kann es die Konzentration beeinträchtigen und für Ablenkungen sorgen, was der Achtsamkeitspraxis nicht dienlich ist.

Wenn du dein Leben entrümpelst, konzentrierst du dich auf die Dinge, die du wirklich brauchst und warum. Jeder Gegenstand sollte einen Zweck erfüllen oder ein positives Gefühl auslösen. Wenn das nicht der Fall ist, solltest du dich ernsthaft fragen, ob du ihn wirklich brauchst.

Wir sagen nicht, dass du alles loswerden sollst, was du nicht benutzt, aber du solltest überlegen, ob die Dinge dir Freude bereiten oder nur Platz wegnehmen. Das ist einer der Gründe, warum die KonMari-Methode™ von Marie Kondo so erfolgreich ist. Sie folgt einer einfachen Reihe von Regeln, die dir tatsächlich helfen, dein Zuhause und deinen Geist in Ordnung zu halten. Falls du die KonMari-Methode™ zum Aufräumen noch nicht kennst, fassen wir sie hier kurz zusammen.

Marie Kondos sechs Regeln des Aufräumens

Regel 1 – Verpflichte dich zur Ordnung

Regel 2 – Träume von deinem idealen Zuhause

Regel 3 – Fange an, auszumisten

Regel 4 – Sortiere nach Kategorie, nicht nach Standort

Regel 5 – Beachte die Reihenfolge der Kategorien

Regel 6 – Frage dich: „Bringt es mir Freude?“

Bei vielen Aufräumtechniken gehst du Raum für Raum vor. Marie Kondo hingegen ermutigt uns, nach Kategorien abzuarbeiten. Das sind Kategorien wie Kleidung, Bücher, Papiere, Komono (Verschiedenes) und die emotional wertvollen Gegenstände. Dabei solltest du nach ihrer Lehre nur die Dinge behalten, die „Freude machen“. Tun sie es nicht, solltest du dich für ihren Einsatz bedanken und dich dann von ihnen trennen.

Wir wissen, dass es keine Einheitslösung für alle geben kann. Deshalb haben wir im Folgenden einige zusätzliche Entrümpelungstipps zusammengestellt, die dich auf deinem Weg zu einem achtsameren Zuhause begleiten können.

PartyLite Infografik mit 10 Tipps zum Entrümpeln deines Zuhauses

#1. Plane deine Einkäufe so, dass du alles aufbrauchen kannst, bevor das MHD abläuft. Dadurch musst du weniger wegschmeißen. Auch Drogerieartikel und Makeup haben ein Haltbarkeitsdatum. Daher nutze erst Angebrochenes, bevor du neue Produkte öffnest.

#2. Verwahre Dinge, die du dir geliehen hast, an einem Ort, damit du nicht vergisst, sie ihrem rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben.

#3. Nimm dir monatlich Zeit, dein Leben zu ordnen und Papiere zu schreddern, abzuheften oder zu recyclen.

#4. Setze Grenzen bei Reservekäufen – ein Stück reicht.

#5. Es ist okay, ungewollte Geschenke loszuwerden – und die Schuldgefühle gleich mit.

#6. Bringe Ordnung in deinen Kleiderschrank: Stelle eine leere Box auf, und immer, wenn du etwas anziehst, in dem du dich unwohl fühlst, leg es anschließend hinein. So sortierst du immer wieder unerwünschte Kleidungsstücke aus.

#7. Wende die 90/90-Regel an. Überlege, ob du den Gegenstand in den letzten 90 Tagen benutzt hast und ob du ihn in den nächsten 90 Tagen benutzen wirst. Wenn nicht, solltest du ihn vielleicht einfach spenden.

#8. Probier es mal mit der 10%-Methode. Wenn du eher ein Sammler bist, verkleinere deine Kollektion um 10%.

#9. Frage dich: „Würde ich das jetzt noch kaufen?“ Wenn nicht, macht es keine Freude mehr.

#10. Wenn du immer viel zu tun hast – versuche nur fünf Minuten pro Tag aufzuräumen. Das ist ein erreichbares Ziel!

Vergiss nicht, dass Entrümpeln nur die halbe Miete ist. Wenn du deine Wohnung blitzblank hältst, wird sich auch dein Wohngefühl verändern und du wirst dich wohler fühlen. Ein Frühjahrsputz ist eine gute Möglichkeit, Ordnung zu schaffen. Warte aber nicht auf den nächsten Frühling, um aktiv zu werden. Fang an, auf das Chaos, das du verursachst, zu achten und es schon heute bewusst zu beseitigen.

To be translated: an image of a brightly coloured room] Bild eines farbenfrohen Raums

Farben für ein achtsames Zuhause

Hast du schon mal darüber nachgedacht, wie unterschiedlich farbige Räume auf uns wirken können? Farbpsychologie ist die Lehre von der Wirkung verschiedener Farbtöne auf unser Verhalten. Das ist ein sehr gut erforschtes Thema und es gibt viele Anzeichen dafür, dass bestimmte Farben unsere Gefühle beeinflussen können. Deshalb wird die Farbpsychologie auch von Unternehmen, Marketingfachleuten und Innenarchitekten eingesetzt.

Da die Wandfarbe zu den optisch auffälligsten Merkmalen eines Raumes gehört, zeigen wir dir, welche Farbtöne uns am stärksten emotional beeinflussen und welche sich am besten eignen, uns achtsam zu machen. Wir haben einige Top-Farbexperten um ihre Einschätzung gebeten, wie man mit Farben Gefühle wecken kann.

Alice De Mey ist Designmanagerin bei VICTORIA-MARIA, einem Designstudio in Brüssel. Das Studio entwirft gewagte Möbel für Kunden auf der ganzen Welt, und Farbe ist ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit. „Farbe hilft uns, Tiefe und Intensität zu erzeugen, indem wir visuell arbeiten, und trägt dazu bei, dass sich unsere Kunden zu Hause fühlen – dank der Atmosphäre, die sie schafft.“ Sie sagt: „Farben sind unsere spielerischsten Werkzeuge in Projekten. Wenn man sie effizient einsetzt, werten sie das Design auf und unterstreichen die Kreativität eines Raums.“

Alice glaubt nicht, dass Farben die komplette Stimmung eines Raumes ausmachen, sondern dass sie vielmehr eine Komponente des Raumes darstellen. „Die verwendeten Farben müssen mit dem Licht, dem schönen Design und einigen persönlichen Gegenständen kombiniert werden, um eine bestimmte Atmosphäre zu schaffen und zu zeigen, wie du dich fühlst.“

Lena-Marie betreibt einen Instagram-Account für Interior Design. Sie findet, dass man bei der Gestaltung seines Zimmers Farben so dezent wie möglich einsetzen sollte. „Ein guter Ausgangspunkt sind Grau- und Beigetöne in Kombination mit Holzakzenten für mehr Wärme. Dann kannst du mit farbigen Kissen, Decken und Accessoires weitere Akzente setzen.“ Sie sagt: „Dabei solltest du möglichst bei einer Farbfamilie bleiben.“

Bei der Gestaltung eines Raumes sind Lena-Maries Vorlieben für neutrale Farben ausschlaggebend dafür, welche Töne das Ambiente des Raumes prägen:

Rosa- „Ein warmer Ton – ich verwende gerne Altrosa in meinen Designs.“

Blau- „Kühl und dominant. Ein dunkler Blauton ist ein toller Kontrast, der eine Wand hervorheben kann.“

Lila- „Mein Lieblingsviolettton ist Aubergine. Er bringt Wärme in den Raum und lenkt die Aufmerksamkeit auf bestimmte Details.“

Gelb- „Wirkt aufhellend und strahlend. Im Winter verwende ich Senfgelb, um die Farben der Jahreszeit zu unterstreichen, im Sommer verwende ich gerne Zitronengelb.“

Grün- „Erfrischend. Sollte drinnen vor allem in Form von Pflanzen vorhanden sein.“

Grau- „Eine tolle Grundfarbe, auf die du aufbauen und farbige Akzente setzen kannst.“

Rot- „Ich verwende oft erdige Töne für einen Boho-Look. Rot passt perfekt zu natürlichen Materialien und Gegenständen.“

Auch wenn du zur Miete wohnst oder dir die Farben für deine Wände nicht aussuchen kannst, kannst du bei deiner Inneneinrichtung auf Farbpsychologie zurückgreifen. Anstelle deiner Wände solltest du dich auf ein einheitliches Farbschema bei deinen Möbeln, Stoffen und Accessoires konzentrieren, denn das hat einen ähnlichen Effekt.

Als Anregung haben wir für dich einige harmonische Farbpaletten zusammengestellt. Wähle deinen Favoriten aus und nutze die Farben für deine Inneneinrichtung, um ein achtsames Farbkonzept für dein Zuhause zu schaffen.

Anleitung zur Achtsamkeit durch Wohndesign

Räume, die die Sinne ansprechen

Sinneseindrücke spielen eine große Rolle bei der Förderung von Achtsamkeit. Hier sind einige Möglichkeiten, wie du dein achtsames Zuhause über viele Sinne erleben kannst.

To be translated: Bild eines Zimmers mit viel natürlichem Licht

Sehen

Farbpsychologie kann die Energie deines Raums stark beeinflussen, aber das Lichtdesign ist genauso wichtig. Es ist bekannt, dass weiches Licht beruhigender wirkt als grelles, künstliches Neonlicht. Nichts übertrifft jedoch die Wirkung von natürlichem Licht.

Es kann unsere Stimmung deutlich positiv beeinflussen und uns Energie geben. Deshalb tritt saisonale Depression auch häufiger in den Wintermonaten auf, wenn es weniger natürliches Licht gibt. Ein Maximum an Sonnenlicht fördert nicht nur unsere mentale Gesundheit, sondern erhöht auch die Aufnahme von Vitamin D – ein wichtiger Nährstoff, der unsere Knochen, Zähne und Muskeln gesund hält.

Transparente Jalousien oder Vorhänge sorgen für eine helle, luftige Atmosphäre und lassen Sonnenlicht herein. Wenn das natürliche Licht morgens dein Zuhause durchflutet, kannst du eine einfache Achtsamkeitsübung machen: mit dem Morgengrauen aufzuwachen. So kannst du einen gesunden Schlafrhythmus finden, der auch deine Schlafqualität verbessert.

Abends solltest du dich für den warmen Schein einer Kerze rentscheiden und nicht für die Deckenbeleuchtung in deiner Wohnung. Grelles Licht am Abend kann den natürlichen Entspannungsprozess deines Körpers vor dem Schlafengehen stören, also wähle stattdessen etwas Sanfteres.

Riechen

Wusstest du, dass der Geruchssinn unser ausgeprägtester Sinn ist? Er reagiert so sensibel, dass er Emotionen und Erinnerungen hervorrufen kann oder uns fokussiert sein lässt. Deshalb ist es auch so wichtig, die Düfte in unserem Zuhause genau abzustimmen und so das Achtsamkeitsgefühl zu stärken.

Natürliche Düfte aus ätherischen Ölen, wie die aus unserer BeBalanced Kollektion sind eine hervorragende Möglichkeit, um deine Stimmung und dein Wohlbefinden zu verbessern.

Unsere ätherischen Öle sind inspiriert von Aromatherapie und werden aus den reinsten pflanzlichen Inhaltsstoffen hergestellt, die von bewährten Partnern aus der ganzen Welt stammen. Mit unseren ätherischen Ölen kannst du die Kraft der Natur nutzen, um ein für dich passendes Ambiente zu schaffen.

Eine PartyLite Infografik mit 10 unterschiedlichen ätherischen Ölen

Hier findest du die komplette Liste unserer ätherischen Ölmischungen.

Lavendel ist eines der beliebtesten ätherischen Öle und bekannt für seinen beruhigenden Duft, der zur Entspannung beitragen kann. Wir empfehlen, den Duft in deinem Schlafzimmer oder Bad zu verwenden, damit du nach einem langen Tag zur Ruhe kommen kannst.

Pfefferminzöl ist dank seiner belebenden Wirkung ideal für Arbeitszimmer oder Büros, denn es sorgt dafür, dass du dich frisch und energiegeladen fühlst, während Zitronenöl oft mit Sauberkeit und Frische assoziiert wird und in Küchen und Bädern zum Einsatz kommt.

Hören

Um achtsam zu sein, müssen wir alle möglichen Ablenkungen beseitigen, die uns daran hindern, die Aufmerksamkeit auf den Moment zu richten. Deshalb ist die Musik, die wir sonst hören, nicht die beste Wahl. Texte können unsere Gedanken abschweifen lassen und Lieder sind oft mit Erinnerungen verbunden, die verhindern, dass wir im Hier und Jetzt sind.

Bei Rauschfarben hingegen handelt es sich um wortlose Klangbilder, die auf verschiedene Frequenzen verteilt sind. Diese Frequenzen bestimmen, in welche Geräuschfarbe die Klänge fallen, und die Audiologie hat herausgefunden, dass sie zu einem besseren Schlaf und mehr Entspannung beitragen können.

Es gibt drei bestimmte Geräuschfarben, von denen wir glauben, dass sie eine achtsame Umgebung fördern – Rosa, Weiß und Braun.

Rosa Rauschen

Rosa Rauschen besteht aus Frequenzen, bei denen die Energie nicht gleichmäßig verteilt ist. Es ist für Menschen leicht zu hören und ist bei niedrigeren Frequenzen deutlicher, was dazu führt, dass es einen tiefen Klang erzeugt. In der Natur gibt es viel rosa Rauschen, wie das Rascheln von Blättern, Regen, Wind und auch unser Herzschlag. Man hat herausgefunden, dass diese Frequenz die Gehirnwellen reduziert und den Tiefschlaf fördert.

Weißes Rauschen

Im Gegensatz zum rosa Rauschen ist die Energie beim weißen Rauschen gleichmäßig über alle Frequenzen verteilt. Das Ergebnis ist ein gleichmäßiges Summen, wie es oft von elektronischen Geräten erzeugt wird. Das Surren eines Ventilators und das Rauschen eines Radios oder Fernsehers werden als weißes Rauschen bezeichnet. Diese sich wiederholenden Klänge gelten allgemein als Hintergrundgeräusche, die manchen Menschen dabei helfen, sich zu konzentrieren.

Braunes Rauschen

Braunes Rauschen tritt bei niedrigeren Frequenzen auf und ist daher tiefer als weißes und sogar als rosa Rauschen. Trotz der strukturellen Unterschiede kann es sich ähnlich anhören wie weißes Rauschen. Braunes Rauschen kommt auch in der Natur vor, z. B. in Form von Wasserfällen, rauschenden Wellen und Donner.

Am besten ist, Rauschfarben von deinem Computer, Handy oder Smart Speaker abzuspielen, wann immer du achtsam sein willst. Wir haben dir oben einige Vorschläge zusammengestellt, die du immer dann nutzen kannst, wenn du einen akustischen Impuls für deine Achtsamkeitspraxis brauchst. Sie eignen sich auch hervorragend als beruhigende Hintergrundgeräusche.

Fühlen

Eine andere Art, wie wir achtsamer sein können, ist der Kontakt zu den natürlichen Objekten um uns herum, damit wir uns mehr mit der Erde verbunden fühlen. Dieses Konzept nennt man „Erdung” oder „Grounding”.

Man nimmt an, dass Erdung positive Auswirkungen auf den Körper hat, da die elektrischen Ladungen der Erde unsere natürlichen Abwehrkräfte unterstützen und wiederherstellen. Man nimmt außerdem an, dass Erdung uns dabei hilft, geistig präsenter und konzentrierter zu sein, und so einen idealen Raum für Achtsamkeitsübungen schafft.

Um die kognitiven Vorteile der Erdung auch in deinem Zuhause zu leben, solltest du verschiedene natürliche Materialien in deine Einrichtung integrieren, um deinen Geist zu beruhigen. Das Ziel ist, unterschiedliche taktile Sinneseindrücke zu schaffen. Das erinnert an die Feng-Shui-Praxis für dein Zuhause, bei der ein ausgewogenes Verhältnis der fünf Elemente hilft, einen harmonischen Raum zu schaffen. Hier sind ein paar Ideen zum Ausprobieren:

  • Verwende große Teppiche aus Naturfasern im Wohn- und Schlafzimmer
  • Kaufe Zimmerpflanzen für visuelle Reize und Kontraste
  • Trockenblumen und Pflanzen geben Fensterbänken und Beistelltischen das gewisse Extra
  • Wähle gemusterte Sofakissenbezüge und Decken
  • Tausche Übertöpfe gegen Stein- oder Keramikvasen
  • Stelle einen geflochtenen oder gewobenen Korb ins Bad und schaffe Stauraum
  • Schmücke deinen Esstisch mit Marmoruntersetzern und Platzdeckchen aus Bambus

Ein gemütlicher Raum, geeignet zum Meditieren

Wie du Raum für Meditation in deinem Zuhause schaffst

Bisher ging es darum, wie du Achtsamkeit durch die Einrichtung deines Zuhauses erreichen kannst. Eine besonders effektive Art, Achtsamkeit zu üben, ist aber die Meditation. Auch wenn du überall dort meditieren kannst, wo es für dich am angenehmsten ist, kann ein spezieller Meditationsbereich zu einem achtsameren Leben verhelfen. Weiter unten erklären wir dir, wie du zuhause Raum für Meditation schaffen kannst.

1. Raus mit Allergenen

Schlechte Luftqualität kann nicht nur zu Atemproblemen führen, sondern auch deine Achtsamkeitspraxis behindern. Die Atmung ist ein zentraler Bestandteil erfolgreicher Meditation. Deshalb solltest du versuchen, Staub, Pollen und andere Allergene in der Luft aus deinem Meditationsraum fernzuhalten. Überlege dir, in einen Luftreiniger zu investieren, um mögliche Allergene zu beseitigen.

Studien haben gezeigt, dass bestimmte ätherische Öle antimykotische Eigenschaften besitzen, die Schadstoffe aus der Luft neutralisieren können. Das sind Nelken-, Teebaum-, Oregano-, Thymian-, Zitronen-, Zimt-, Zitronenbasilikum-, Kümmel-, Lorbeer-, Pfefferminz-, Tannen- und Kiefernöle. Um von diesen natürlichen, pflanzlichen Ölen zu profitieren, nutze einen Diffuser, um den Duft in deinem Meditationsraum zu verbreiten.

2. Natürliche Reinigung durch Pflanzen

Wenn du weder einen Luftreiniger noch ätherische Öle in deinem Zuhause einsetzen möchtest, können manche Zimmerpflanzen die Luftqualität sehr effektiv steigern. Sie können zwar nicht Staub und Pollen entfernen, dafür aber Schadstoffe aus der Luft filtern.

Die NASA hat eine Studie zum Thema saubere Luft durchgeführt und festgestellt, dass Pflanzen wie die Grünlilie, die Efeu-Tute, das Scheidenblatt, der Bogenhanf, Aloe Vera und der Kolbenfaden zu den besten Luftreinigern gehören. Wenn du eine dieser Pflanzen in deinen Meditationsraum stellst, wird die Luft sauberer und du kannst in Ruhe praktizieren.

3. Lass dich nicht ablenken

Bei der Achtsamkeitsmeditation müssen wir alle negativen Gedanken und Ablenkungen außen vor lassen und uns stattdessen auf das konzentrieren, was wir gerade fühlen, damit wir unsere Gedanken und Gefühle wertfrei wahrnehmen und akzeptieren können. Ein Meditationsraum, der frei von Unordnung ist, kann dazu beitragen, dass die Gedanken nicht abschweifen. Versuche deshalb, deinen Raum minimalistisch zu gestalten.

Eine Uhr in Sichtweite kann beispielsweise Gedanken an die Zukunft auslösen und deine Aufmerksamkeit vom Hier und Jetzt ablenken.

4. Kein blaues Licht

Während der Meditation ist es wichtig, sich bewusst von allen elektronischen Geräten und deren blauem Licht fernzuhalten.

Vor allem Handys stören die Meditation. Es ist erwiesen, dass blaues Licht zu einer Überanstrengung der Augen beiträgt und den natürlichen Biorhythmus unseres Körpers stört. Das kann unseren Schlafrhythmus beeinträchtigen und zu einer schlechteren Schlafqualität führen, was sich wiederum auf unsere Produktivität tagsüber auswirken kann.

5. Mach es dir bequem

Viele assoziieren mit dem Wort Meditation, im Schneidersitz auf einem Hartholzboden zu sitzen. Doch in Wirklichkeit solltest du dich in deinem Meditationsraum rundum wohlfühlen. Achte auf Komfort, indem du deinen Raum mit weichen Kissen, Teppichen und Decken ausstattest, um ihn für deine Achtsamkeitspraxis gemütlich zu machen.

Vielleicht möchtest du deinen Lieblingssessel zum Meditieren benutzen, damit dein Geist das Gefühl von Komfort mit Achtsamkeit verbinden kann. Wenn du keinen eigenen Raum hast, kannst du weiche Gegenstände zusammenstellen, die du für deine Meditation verwendest, und sie wegräumen, wenn du sie nicht brauchst. So kannst du deinen Meditationsraum auch mitnehmen, wenn du verreist oder einfach den Raum wechseln möchtest.

6. Eine persönliche Note

Nutzlose Accessoires lenken ab. Manche Stücke können dich aber auch in deiner Praxis unterstützen.

Kristalle werden schon seit Jahrhunderten in der Meditation verwendet. Man geht davon aus, dass sie verschiedene Energieformen kanalisieren. Es wird angenommen, dass diese Energie Heilung und Schutz fördert, die Konzentration unterstützt, den meditativen Zustand vertieft und das eigene Bewusstsein erhöht.

Manche Menschen benutzen auch Sanduhren, um sich beim Meditieren zu erden. Sanduhren sind die passendere Alternative zu einer Uhr oder einem elektronischen Timer und eignen sich perfekt, um deine Achtsamkeitspraxis zeitlich zu begrenzen.

7. Finde den passenden Duft

Düfte sind ebenfalls beliebt als Meditationshilfe. Sie sorgen nicht nur für eine ruhige Atmosphäre, sondern können auch eine innere Verbindung zur Übung herstellen. Auf diese Weise stimmst du dich schon ein, sobald du sie riechst. Das ist besonders effektiv für alle, die Schwierigkeiten damit haben, ihre Aufmerksamkeit nach innen zu richten.

Wähle einen besonderen Duft, den du nur beim Meditieren genießt. Viele brennen gerne Salbei oder andere Kräuter ab. Sie duften und helfen, den Raum zu reinigen. Ätherische Öle in einem Diffuser sind eine großartige Duftergänzung für alle, die einen extra Meditationsraum oder einen fest zugeteilten Bereich zur Verfügung haben: Such dir einfach eine ätherische Ölmischung aus unserem Guide aus.

Die besten Achtsamkeitsapps zum Ausprobieren

Ein Ort der Achtsamkeit ist ideal, um unsere Achtsamkeitspraxis zu fördern, aber manchmal brauchen wir vielleicht Hilfe, uns auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Egal, ob du zum ersten Mal Achtsamkeit übst oder auf der Suche nach einer anderen Methode bist: Wir haben die besten Achtsamkeitsapps aufgelistet, die du zu Hause ausprobieren kannst.

Unserer Erfahrung nach kann Achtsamkeit durch drei Aktivitäten geübt und gestärkt werden – Meditation, Yoga und Schlaf – daher haben wir unsere Lieblings-Apps für mehr Achtsamkeit in diese Kategorien unterteilt.

Die besten Meditationsapps für zu Hause

Meditationsapps

Headspace

Für: iOS (App Store) and Android (Google Play)

Preis: £49.99 (markets to update)

Headspace, eine der ersten Meditations-Apps, ist inzwischen bei über 30 Millionen Nutzern in 190 Ländern sehr beliebt. Mit ihrem benutzerfreundlichen Design und dem einfach zu bedienenden Format ist diese App perfekt für alle, die einen Einstieg in die Meditation suchen.

Du kannst sie auf deinem Computer oder unterwegs auf deinem Smartphone nutzen und auf eine riesige Bibliothek mit über 500 Meditationen zugreifen, die eine Vielzahl von Bedürfnissen abdecken. Ob zum Stressabbau oder zur Stärkung des Selbstbewusstseins – Headspace bietet Schlafgeräusche, Musik und Meditationsübungen, mit denen du Achtsamkeit ganz einfach in deinen Alltag einbauen kannst.

Simple Habit

Kostenlos für: iOS (App Store) and Android (Google Play)

Simple Habit wird beschrieben als „eine Meditationsapp, die vielbeschäftigten Menschen helfen soll, weniger Stress zu haben, mehr zu erreichen und besser zu leben“ und bietet einen simpleren Ansatz für Achtsamkeit. Mit weniger Funktionen als Headspace konzentriert sich Simple Habit stattdessen auf den Aufbau einer spezialisierten Bibliothek mit angeleiteten Fünf-Minuten-Meditationen, die auf Alltagssituationen oder persönliche Ziele abzielen.

NutzerInnen haben so Zugang zu zahlreichen renommierten MeditationslehrerInnen aus der ganzen Welt. So wie mit Spotify Künstler und Musiker in einer App leicht verfügbar sind, macht Simple Habit dies mit geführten Meditationen.

Die besten Yoga-Apps für zu Hause

Yoga Apps

Nike Training Club

Kostenlos für: iOS (App Store) and Android (Google Play)

Der Nike Training Club bietet eine Vielzahl von Trainingsprogrammen, mit denen Nutzer ihre Fitnessziele zu Hause erreichen können. Die App enthält mehr als 190 kostenlose Workouts aus den Bereichen Cardio, HIIT, Krafttraining, Mobilität und Yoga, die dir helfen, Körper und Geist zu stärken. Die App-Workouts, werden von Nike unterstützt und von erstklassigen Nike Master Trainern geleitet. Sie dauern zwischen 15 und 45 Minuten und passen daher in jeden Zeitplan.

Mit den Yoga-Übungen der App kannst du auch unterwegs in deinen Flow kommen. Außerdem gibt es Übungen für Anfänger und Fortgeschrittene.

Daily Yoga

Kostenlos für: iOS (App Store) and Android (Google Play)

Wenn du auf der Suche nach einer speziellen Yoga-App bist, ist Daily Yoga eine umfassende, und doch benutzerfreundliche App für Übungen, die du überall machen kannst. Daily Yoga bietet Kurse und Sessions für jedes Yoga-Level. Die Vielfalt der Posen und die exzellente Qualität der Video-Tutorials machen es besonders leicht, mitzumachen.

Die besten Schlafapps für Zuhause

Schlafapps

Calm

Für: iOS (App Store) and Android (Google Play)

Preis: $69.99 (markets to update)

Calm ist eine preisgekrönte Achtsamkeits-App. Ihr Ziel: Finde deine innere Ruhe. Ähnlich wie Headspace bietet auch Calm verschiedene Meditationen und Übungen zu Atemtechniken an, die helfen, Stress abzubauen, zur Ruhe zu kommen, die Konzentration zu verbessern und vieles mehr.

Was Calm von anderen Apps unterscheidet, ist die beliebte Funktion „Einschlafgeschichten“. Hier erzählen bekannte Persönlichkeiten wie Cillian Murphy und Harry Styles beruhigende Gute-Nacht-Geschichten für Erwachsene. Falls du lieber bei entspannter Musik einschläfst, bietet Calm auch eine Funktion mit speziell zusammengestellten Soundtracks, die dir beim Einschlafen helfen.

Noisli

Kostenlos für: iOS (App Store) and Android (Google Play)

Noisli erzeugt Hintergrundgeräusche, die Ablenkungen übertönen und dir helfen, dich auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Noisli ist sowohl als App als auch als Browsererweiterung erhältlich und bietet 16 beruhigende Klänge, die du als Hintergrundgeräusche einstellen kannst.

Mit Geräuschen wie gleichmäßigem Regen, rauschendem Wind, raschelnden Blättern und fließendem Wasser ist Noisli auch eine gute Wahl für alle, die die Rauschfarben als Einschlafhilfe nutzen wollen. Du kannst mehrere Geräusche auf einmal abspielen und deren Intensität nach Belieben einstellen. Noisli hat einen eingebauten Timer, so dass die Geräusche nicht weiterlaufen, während du schläfst.

Du möchtest mehr von uns sehen? Sieh dir hier unsere aktuelle Kollektion an oder entdecke unsere BeBalanced Kollektion mit ätherischen Duftölen, die dir helfen, dich zu Hause achtsam zu fühlen.